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Dr. Manfred Greisinger

Autor, Trainer, Referent, PR-Berater und Selfness-Coach

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Briefe an die Welt

„Ich nehme mich immer wieder heraus – aus einem fordernden Umfeld. Aus atemhemmender Struktur. Aus vermeintlichen Pflichten. Und achte darauf, wie’s mir auf diesem Alleinsteig geht. Die Reiseeindrücke und Befindlichkeiten lasse ich dann auf’s Papier fließen. Ich schreibe aus der Trennung heraus ans All-Eins-Sein. Und fühle mich in diesen Momenten tatsächlich verbunden. Ich formuliere aus dem Abseits an den Fokus des Interesses, um ´reinzukommen. Meine Bücher sind Briefe an die Welt. Ich bewerbe mich schriftlich um Aufnahme. Um ein behutsames Dabeisein, in dem persönliche Grenzen wechselseitig geachtet werden. – Danke, dass Sie diese Briefe lesen, dass Sie buchstäblich dafür „empfänglich“ sind. Ich freue mich, wenn Sie reagieren und unsere Steige vielleicht zusammenlaufen…"  mg

 

Wort-Samen

„Ja, ich liebe das Wort. Wohlgesetzte Worte – und auch heraussprudelnde Wörter. Ich stelle mich ihnen zur Verfügung, greife sie auf, begutachte sie, erfreue mich an ihnen und lasse sie wieder frei. Ich liebe es, ihren Bedeutungsgehalt zu erforschen, sie zu drehen, zu wenden, stets aber zu liebkosen. Mein Lebensprojekt ist das Schreiben. Basteln mit Worten. Das wirft mich nach vorne. Und immer wieder auch ins tiefe Loch. Dann taste ich um mich, Halt suchend, und finde ihn wieder am Schreibutensil. An dem richte ich mich neuerlich auf. Und erlebe meine Wiedergeburt mit den ersten Notizen, die ich auf geeignetes Material setze. - Es ist tatsächlich so, dass alleine der Kon-Takt der Spitze des Schreibgerätes am Papier, der Moment der Vereinigung, bereits Glück bedeutet; das sich steigert, wenn Spuren sich bilden; in Worten, Sätzen, Absätzen, über Seiten hinweg. Ich muss nicht schreiben, ich darf. Und kenne immer wieder sogar mal das Gefühl, ich kann… Ich habe keinerlei Vorgaben über Umfang, Inhalt, Anschläge, Zeit. Es ist das Schreiben selbst, das mir Glücksmomente sonder Zahl bereitet. Ich schreibe, also bin ich. Und schreib’ ich grad’ mal nicht, überlege ich, bin aufmerksam, wachsam und offen für jede weitere Schreib-Inspiration. Für Erlebnisse, Erkenntnisse, die es wiederum verdienen, niedergeschrieben zu werden. Solange mein Herz schlägt, fließt Herzblut in meine publizistischen Hervorbringungen.  Worte sind meine Interventionen in die Wirklichkeit. Ich lasse da und dort welche fallen, gleich der Aussaat eines Bauern, und freue mich aus tiefstem Herzen, wenn wo zartes Grün sich aus dem Boden reckt. Mein Schreiben ist ein permanenter Wort-Samen-Fluss. Was manchmal - ich bedaure, aber ich kann nicht anders – für das Umfeld unpassend wirkt; aber es kommt auch immer wieder „spritzig-angenehm“ an. Mit durchaus fruchtbaren Auswirkungen… Meine Texte, meine Bücher, sind meine Kinder. Heißgeliebt. „Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht“, brachte es der große Schreiber Oscar Wilde auf den Punkt. Den zweiten Schenkel jener Schere, die mein Projekt aus dem Lebensbogen herausschneidet, liefert Sokrates mit den Worten: „Wie zahlreich sind die Dinge, die ich nicht brauche!“ – Was ich wirklich brauche, und somit stets bei mir trage, sind Papier und Schreibstift. Denn ich kann und will der Versuchung, Worte niederzuschreiben, sie (auf-)leben zu lassen, nie widerstehen. Ich bin voll Freude und Frohsinn, wenn mich die Spur meiner zu Papier gebrachten Gedanken irgendwo hinträgt, entführt, wo ich zuvor nie war – oder ich mich bloß nicht mehr daran erinnere. Dankbar, neugierig, bereit gehe ich, wohin mein Schreiben mich trägt. – Schön, wenn Sie mich begleiten wollen."                                    Manfred Greisinger  - aus dem Buch „all ein steig“


Nichts als Schreiben

„Die Füllfeder – mein Haltegriff,
Tinte – mein Treibstoff,
Papier – mein Fundament.
Wenn die drei sich vereinigen,
wird´s ein Liebesgedicht –
aus dem Nichts…“

Manfred Greisinger – aus dem Buch „Novize des Nichts“

 

 
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